Ablauf Kaiserschnitt

 

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Die Geburt

neugeborenes2.jpgKeine programmierte Geburt!
Dazu gehört eine entspannte, familienfreundliche Atmosphäre, in der die Bedürfnisse und Wünsche von Mutter und Kind mit großem Respekt beachtet werden. Die Unterwassergeburt ist ebenso möglich wie die schmerzfreie Geburt oder – auf Wunsch und nach Beratung – der geplante Kaiserschnitt.

Schmerzen

Wehen können schmerzhaft sein, je nach persönlicher Verfassung, nach Vorbereitung und individueller Schmerztoleranz sind alle Empfindungen zwischen leichten Regelbeschwerden und Muskelkrämpfen möglich.

Der Geburtsvorbereitungskurs macht es vielen Frauen leicht, durch richtige Atem- und Entspannungstechniken mit den Wehen umzugehen.

Sollte es gewünscht sein, so ist selbsverständlich von der Verabreichung homäopathischer Mittel über krampflösende Medikamente bis zur schmerzfreien Geburt (PDA) alles möglich.

Der Kaiserschnitt auf Wusch

Wer sich für sein Kind einen Kaiserschnitt wünscht (wie ein Kaiser auf die Welt kommen) kann diesen nach einem Beratungsgespräch erhalten.
Zuweilen ist diese Operation auch erforderlich, um die Geburt für Mutter und Kind ohne Schaden zu beenden.

Hier habe ich zu Ihrer Information Vor- und Nachteile des Kaiserschnitts zusammengestellt:

VORTEILE

  • keine Spätschäden des Beckenbodens (Blasenschwäche und Urinverlust)
  • Sicherster Geburtsweg für das Kind
  • Innerhalb eines definierten Zeitfensters planbar
  • Schmerzfreie Geburt
  • Anwesenheit des Vaters möglich und planbar

NACHTEILE

  • Kein natürliches Geburtserlebnis
  • Nur 2, 3 x wiederholbar

Gebärhaltung

Was Ihnen gut tut und hilft ist möglich, Arzt und Hebamme werden mit Ihnen gemeinsam herausfinden, in welcher Haltung Sie die Geburtsarbeit am besten vollbringen können‚ Vorschriften gibt es nicht!

Dammschnitt

Durch einen rechtzeitigen Dammschnitt kann der mütterliche Beckenboden vor Folgeschäden geschätzt werden, für das Kind wird die Geburt leichter und wenn nötig, wird die Geburt auch beschleunigt.

Automatisch oder zwangsläufig wird der Dammschnitt jedoch nicht vorgenommen.

Wochenbett:

Die Erholungsphase nach der Geburt, in der der mütterliche Körper vielen Veränderungen und Rückbildungen ausgesetzt ist, bezeichnet man als Wochenbett. Diese Phase dauert mehrere Monate, davon können Sie die ersten Tage, wenn Sie es wünschen, im Krankenhaus verbringen.

Stillen

lactation4.jpgMuttermilch ist die beste Säuglingsernährung, gestillte Kinder werden nicht krank, sie erhalten praktisch jeden Tag eine Schutzimpfung. Aus diesem Grunde befürworten und unterstützen wir das Stillen sehr.

Rückbildungsgymnastik

gymnastik2.jpgDie Rückbildungsgymnastik empfehle ich meine Patientinnen gerne, da es so schneller wieder zu einer Regeneration des Beckenbodens kommt, und sie häufig eine positiven Effekt auf das Körpergefühl der Mutter hat.

Ich stehe hier in engem Kontakt zu den Hebammen, die diese Kurse anbieten.

Diagnostik

img_emb3.jpgEs ist sinnvoll, die Schwangerschaft durch ärztliche Untersuchungen zu begleiten, wobei es einmal gilt, die kindliche Entwicklung zu beobachten, andererseits aber auch, die werdende Mutter vor schwangerschaftsbedingten Erkrankungen zu schützen..
Zu dieser Begleitung gehören auch Blutuntersuchungen, die Unverträglichkeiten, Infektionsgefährdungen und allgemeine Erkrankungen erfassen sollen.

Von der Entwicklung des Kindes können wir uns durch Ultraschalluntersuchungen überzeugen, die gesetzlichen Krankenkassen (Pflichtkrankenkassen) haben während der Schwangerschaft zwei Untersuchungen vorgesehen.

In fortgeschrittener Schwangerschaft werden Herztonkontrollen und Wehenbeobachtungen durchgeführt.

Des weitern biete ich folgende Diagnostische Verfahren an

  • Fabdopplersonographie (zum Nachweis einer guten Blutversorgung des Kindes)
  • Ultraschalldiagnostik (zur Bestimmung der kindl. Größe und Lagen, zur Überprüfung der Organentwicklung und manchmal auch zur Bestimmung des kindl. Geschlechtes).

Spezielle Diagnostik- und Therapieverfahren

  • Fehlbildungsdiagnostik
  • Fetale / gynäkologische Dopplersonographie
  • Schwangerenvorsorge über das von den gesetzlichen Krankenkassen finanzierte Maß hinaus

Ambulanz

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  • Schwangerenvorsorge
  • Geburtsplanung nach den Mutterschaftsrichtlinien
  • Spezialsprechstunde für Risikoschwangerschaften
  • Ultraschalluntersuchungen, NT-Diagnostik, Farbdopplersonographie
  • Fruchtwasserpunktionen, FiSH-Test, Triple-Test (zur Erkennung der Störung der Erbanlagen)

Schwangerschaft

schwanger2.jpgDas Erlebnis einer Schwangerschaft ist für jede Frau etwas ganz persönliches, von mal zu mal auch wieder einzigartiges. Keine Schwangerschaft ist wie die andere!

Begleitung und Betreuung einer Schwangerschaft bedeutet deshalb neben der Erfassung der objektiven Befunde auch, auf unbestimmte Sorgen und Ängste einzugehen. Mehr als sonst irgendwo in der Medizin dienen die häufigen Untersuchungen der immer wieder neu zu erarbeitenden Gewissheit, dass alles in Ordnung ist.

Es ist immer schön, wenn sich der werdende Vater in all diese Sorgen und Gespräche einbringen kann, er ist bei den Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen herzlich willkommen!

Die Schwangerschaft ist eine schöne Zeit voller Gemeinsamkeit und froher Erwartung, sie soll genossen werden.

Wachstum der Gebärmutter:

mutter4.jpgin der 20.-22. SSW erreicht die Gebärmutterkuppel (Fundus) den Nabel;

in der 36. SSW erreicht sie ihren höchsten Stand am Rippenbogen;

in der 40. SSW (also am Geburtstermin) hat sich die Gebärmutterkuppel wieder etwas gesenkt – die Schwangere kann wieder leichter atmen, die Hose wird nochmal enger.

Kinderwunsch

baby5.jpgNur 70% aller Paare sind fruchtbar. Der unerfüllte Kinderwunsch muss jedoch kein unabwendbares Schicksal sein. Dank differenzierter diagnostischer Möglichkeiten können wir heute in den meisten Füllen die Ursache dieses Problems finden und dann auch beheben.

Unerfüllter Kinderwunsch ist immer ein Problem, das beide Partner betrifft und sicher gleichermaßen belastet.

In 40% aller unerfüllten Kinderwünsche liegt die Ursache ausschließlich beim männlichen Partner, in 20% der Fälle bei der Partnerin und in 40% aller kinderlosen Paare ist die Ursache bei beiden zu suchen.
Die Sterilitätsdiagnostik und Therapie ist immer eine Paar-Behandlung, einen Teil der Untersuchungen gebe ich jedoch aus verständlichen Gründen an den Urolgen ab.

Stress unregelmäßiges Leben, außerordentliche Leistungen sind nicht zu unterschätzende von außen einwirkende Faktoren.

Die seelische Belastung ist für beide Partner erheblich. Scham, Versagensängste und Unwertgefühl spielen eine große Rolle. Zuweilen kann auch die rechtzeitige Hinzuziehung eines Psychologen hilfreich sein.

Was machen wir falsch?
Warum gerade wir?
…sind Fragen, die man sich und anderen immer wieder stellt.

Abklärungspunkte

rontgen-hsg.jpgEs gilt dann folgende Punkte abzuklären :

Gibt es eine regelmäßigen Eisprung?

Wie ist das Zyklusverhalten?

Hier kann ein Zykluskalender bereits erste Auskunft geben.

Sind die Eileiter durchgängig?

Wie ist die hormonelle Situation der Frau?
Blutuntersuchungen und eine Darstellung der Gebärmutter und der Eileiter helfen weiter.

Wie die Situation des Mannes?

Sind die Spermien des Mannes in Ordnung?

Stimmen menge und Zusammensetzung des Ejakulates?
Der Urologe wird uns da weiterhelfen.

Bei einem regelmäßigen Zyklus hat die Frau einmal im Monat einen Eisprung. Ob dies bei Ihnen der Fall ist, können wir zum Beispiel ohne Probleme abklären, indem wir zu Beginn Ihres Zyklus eine Hormonbestimmung im Blut vornehmen, und Sie etwa zur Zyklusmitte noch mal zu einer Ultraschalluntersuchung bitten. Im Ultraschallbild kann ich dann sehen, ob sich an einem Ihrer Eierstücke ein reifer Follikel ( Eibläschen ) befindet. Weiter ist die Messung des Progesteronspiegels aussagekräftig.
Sollten Ihre Eileiter verschlossen sein, werden wir in einem gemeinsamen Gespräch über die Möglichkeit einer Operation sprechen (siehe auch Operationen). Im Rahmen einer Operation hätte ich dann die Möglichkeit, einen “verklebten” Eileiter wieder durchgängig zu machen und Narben und Eileiterverschlüsse zu beseitigen.

geburtshilfliche Schwerpunkte

img_emb6.jpgÜberwachung und Betreuung der normalen und der risikohaften Schwangerschaft bis zu einem für Mutter und Kind möglichst glücklichen Ausgang.

Gesundheit und Sicherheit von Mutter und Kind haben Vorrang vor anderen Überlegungen.

Innerhalb dieses Rahmens haben aber wiederum natürliche Abläufe den Vorrang vor künstlichen Maßnahmen.
Keine programmierte Geburt – aber Kaiserschnitt auf Wunsch.

Der Wunsch-Kaiserschnitt ist medizinisch kein Problem, sollte aus rechtlichen Gründen jedoch durch eine ausführliche Beratung vorbereitet werden. Dazu einige Aspekte unter Die Geburt.

Bei der Geburt, auch beim Kaiserschnitt, Anwesenheit einer Bezugsperson, z.B. des Kindsvaters.