Brustrekonstruktion
Der Verlust der Brust durch z.B: Krebserkrankung, aber auch durch Verstümmelung nach Unfällen o.Ä. ist für die betroffene Frau ein häufig kaum zu verwindendes Ereignis.
Trauer, Angst, Verlustgefühl, unnötige Scham und mangeldener Selbstwert sind dabei oft dominierende Emotionen.
Mit den verschiedenen Mittel der plastischen Wiederherrstellungschirugie ist es aber in der Regel möglich, die Brust so zu rekonstruieren, dass diese einer natürlichen Brust nahezu gleicht – dies schafft dann meist auch den Raum für das weitere Heilen der seelischen Wunden.
Es ist jedoch wichtig sich bewusst zu machen, dass die Chirugie hier nur unterstüzend und leidensmindert wirken kann, die endgültige Verarbeitung muss von den Frauen selbst – wenn möglich mit Unterstüzung – getätigt werden.
(Dr. Haneberg berät Sie auch gerne dazu, wo und wie Sie seriöse Hilfe, auch Selbsthilfegruppen, in einem solchen Fall finden)
Beratung
Jedem rekonstruktionschirugischen Eingriff geht ein ausführliches Gespräch mit Untersuchung voraus.
Sollten Sie Interesse haben, vereinbaren Sie bitte einen Termin und planen Sie dazu etwas Zeit ein.
Dr. Haneberg wird in diesem Gespräch mit Ihnen über ihre Wünsche und Vostellungen der Rekonstruktion sprechen, Ihnen die Möglichkeiten und Grenzen aufzeigen und Sie über das eventuelle operative Vorgehen aufklären.
Operationstechnik
Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen zwei Operationstechniken (Eigengewebe- und Implantatrekonstruktion), die in verschiedenen Formen ihre Anwendung finden.
Durch langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der plastisch-rekonstruktiven Chirugie wird Dr. Haneberg dann anhand ihrer Wünsche und dessen was möglich ist individuel entscheiden, welche die beste Methode ist.
Die Wahl der Operationsmethode ist unter anderm davon abhängig, wie die Hautstruktur der Brust nach einer Tumortherapie ( Chemotherapie / Bestrahlung) ist, es kann hierbei z.B. Zu Verhärtungen gekommen sein, die das kosmetische Ergebnis beeinflussen und je nach Ausprägung eine Kontraindikation für die Implantatrekonstruktion darstellen können.
Eigengeweberekonstruktion
Bei der Eigengeweberekonstruktion wird bei einer ersten Operation ein Gewebelappen, bestehend aus Haut,Fettgewebe und Muskel, von einer anderen Körperregion (meist Bauch oder Rücken) entnommen, zur Brustregion”geschwenkt”und dort zu einer neuen Brust geformt.
Bei einer zweiten Operation findet dann die Brustwarzenrekonstruktion, mit eventuellem Angleichen der gesunden Brust durch Straffung, statt.
Je nach Einzelfall können noch ein bis zwei Korrekturoperationen notwenig sein, abhängig von Gewebebeschaffenheit, – vorschädigung.
Implantatrekonstruktion
Bei der Implantatrekonstruktion wird in der Regel bei einer ersten Operation ein Gewebeexpander eingesetzt, um Raum für das endgültige Implantat zu schaffen.
Das endgültige Implantat wird bei einer zweiten Operation ca. 2-3 Monate später eingesetzt.
Bei der 2. Operation findet dann auch die Rekonstruktion der Brustwarze statt und wenn nötig eine Angleichung der gesunden Brust durch z.B. Straffung.
In manchen Fällen sind danach noch ein 1-2 Korrekturoperationen notwenig, je nach Gewebebeschaffenheit, – vorschädigung.
Es ist auch möglich, dass beide Verfahren miteinander kombiniert werden.
Zeitpunkt der Rekonstruktion
Die Brustrekonstruktion kann schon direkt bei der Tumorentfernung oder erst nach Beendigung der Tumortherapie begonnen werden.
Eine spätere Brustrekonstruktion hat den Vorteil, dass häufig das kosmetische Ergebnis besser ist, da die Haut und das umliegende Gewebe nicht weiter durch fortwährende Tumortherapie geschädigt werden; dass die Krankenhausliegezeiten kürzer sind, was auch im Zusammenhang mit der Tumortherapie zu sehen ist und dass die Patientin in der Krankheitsverarbeitung und- bewältigung schon einige Schritte weiter ist, was der Rekonstruktion häufig die Bedeutung eines “Neuanfangs”verleiht.
Wichtig ist, dass gerade die von Krebserkrankung betroffenen Patientinnen von anfang an perspektivisch über die Möglichkeit einer Brustrekonstruktion aufgeklärt werden.
Beispiel eines postoperativen Rekonstruktionsergebnisses
Subcutane Mastectomie beidseits mit anschliessender Augmenation (Das Milchdrüsengewebe wurde hier im Frühstadium von Krebs vollständig entfernt und die Brust wurde wieder rekonstruiert.)


